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Bauerntag in Linstow: Die GAP nach 2020 ist beherrschendes Thema in MV

In Linstow tagte mit dem Bauerntag das wichtigste demokratische Gremium des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

 

„Was den Verband zusammenhält, ist die Einheit der Vielfalt. Nur ein starker, vielfältiger Verband ist in der Lage, eine positive Entwicklung der Landwirtschaft zu unterstützen“, sagte Detlef Kurreck, Präsident des Bauernverbandes, in seiner Ansprache gegenüber den Delegierten, denn nur dann werde der Bauernverband als ernsthafter Partner von der Politik akzeptiert. Dabei sei das oberste Ziel stets die Einkommenssicherung der Bauernfamilien im Land.

 

Und das war 2017 keine leichte Aufgabe, denn das Jahr brachte einige Schwierigkeiten mit sich: Viel Regen, die steigende Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest, noch mehr Bürokratie, häufige Hilflosigkeit bezüglich der Auswirkungen von Wölfen, Bibern oder sogar Nandus, um nur einige Beispiele zu nennen. Eine weitere Baustelle, so Kurreck, sei das Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit. NGO´s würden als vermeintliche Vertreter des Guten schlechthin akzeptiert, doch sie verdienten ihr Geld, in dem sie andere schlecht machten. „Auch im vergangenen Jahr gab es viele Beispiele dafür, reißerische Berichte über das angebliche Gift auf unseren Tellern, über angeblich flächendeckende Missstände in den Ställen und auf den Äckern“, dabei gebe es in Deutschland scharfe Auflagen im Umwelt- und Tierschutz. „Bei Lichte betrachtet, bleibt von den Berichten nur wenig Substanz übrig“, so Kurreck.

 

Deshalb nimmt die Öffentlichkeitsarbeit im Verband einen hohen Stellenwert ein. Wichtiges Stichwort dabei: die Transparenz. „Wir haben nichts zu verbergen!“, so Kurreck. In Zeiten, in denen der Politik das Atomthema abhanden kam, wurde die Lücke mit Landwirtschaft gefüllt. Zu Nahrungs-, Umwelt- und Landwirtschaftsthemen gebe es in vielen Medien kaum noch eine objektive Vielfalt von Meinungen, sagte der Präsident. Bauernschelte sei salonfähig geworden. „In den Regionalteilen der Zeitungen finden sich oft sachliche Berichterstattungen. Dort, wo sich Redakteure und Landwirte noch persönlich kennen, ist man mit Vorurteilen nicht so schnell bei der Sache.“

 

Und die Aufgaben werden nicht kleiner, wagt man einen Blick in die Zukunft. Die Gemeinsame europäische Agrarpolitik, kurz GAP, prägt immer häufiger die Diskussionen unter Landwirten und auch im Verband. Das spiegelte sich auch am Nachmittagsprogramm wider. Nach dem nichtöffentlichen Teil des Bauerntages, zu dem der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, eine Begrüßungsrede an die Delegierten hielt, rundete der Minister den Tag ab, in dem er persönlich seine Vorschläge für die GAP nach 2020 den Mitgliedern, Gästen und Delegierten des Bauernverbandes vorstellte und mit ihnen diskutierte. Danach beschrieb der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, Werner Schwarz, die Gesamtsituation in dieser Frage in Europa und Deutschland und wagte eine Bewertung der inzwischen vorliegenden vielfältigen Ideen aus Sicht des Berufsstandes.

 


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