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Bei Erntearbeiten im Herbst ist Vorsicht geboten

Foto: Berith Klänhammer

Die Herbsternte hat bereits in einigen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns begonnen. Die Erntearbeiten bei herbstlichem Wetter erfordern eine erhöhte Achtsamkeit sowohl der Landwirte als auch der Bevölkerung. So werden für die Ernte und Bodenbearbeitung unter anderem Fahrzeuge mit Überbreite eingesetzt, die in der Regel langsam auf den Straßen unterwegs sind. „Gelbe Rundumleuchten auf dem Dach der Maschine oder zusätzliche Warnschilder zeigen den Verkehrsteilnehmern, dass sich ihnen ein Fahrzeug mit Überbreite nähert. Dann ist eine erhöhte Achtsamkeit aller Beteiligten nötig“, erklärt Bauernpräsident Detlef Kurreck und weist darauf hin, dass ein Abbremsen und Ausweichen der Autos vor den großen Maschinen die Situation oftmals entschärft.

An Feldein- und ausfahrten ist ebenfalls Vorsicht geboten. So müssen die Fahrzeuge mit Anhängern oder Arbeitsgeräten ausholen, wenn sie rechts abbiegen möchten, auch hier kommt es oft zu gefährlichen Situationen, wenn die folgenden Fahrzeuge zu früh zum Überholen ansetzen. „Wir möchten daher um Verständnis und Geduld bitten, wenn unsere Maschinen den Verkehr etwas verlangsamen“, fügt Bauernpräsident Kurreck hinzu. In diesem Zusammenhang ist auf Anbaugeräte sowie selbstfahrende Erntemaschinen, wie beispielsweise Mähdrescher hinzuweisen, die beim Abbiegen ausschwenken.

Gefahren können auch entstehen, wenn bei nassen Ernte- und Witterungsbedingungen Schmutz und Erntereste auf die Straße getragen werden. Dadurch kann die Fahrbahn rutschig werden. Außerdem muss damit gerechnet werden, dass Leuchten oder Warntafeln an den landwirtschaftlichen Maschinen verdreckt und daher schlecht erkennbar sind. „Es ist insbesondere bei Erntearbeiten im Herbst, zum Beispiel bei der Mais-, Kartoffel- und Zuckerrübenernte, kaum möglich, eine schmutzfreie Fahrbahn sowie saubere Maschinen zu gewährleisten. Nichtsdestotrotz ist uns die Verkehrssicherheit sehr wichtig. Deshalb werden die Fahrzeuge und Arbeitsgeräte regelmäßig kontrolliert und wenn möglich die Ein- und Ausfahrten der Felder bei starker Verschmutzung gereinigt“, betont der Bauernpräsident.

Insbesondere die Maisernte birgt noch ein weiteres Risiko für Verkehrsteilnehmer. So können durch die Erntearbeiten Rehwild und Wildschweine auf dem Feld aufgescheucht werden. Das Wild sucht im Herbst oft Zuflucht in Maisfeldern, da diese als Schutz und Nahrungsquelle dienen. Durch ihren Fluchtinstinkt laufen sie dann unter Umständen unkontrolliert auf benachbarte Straßen, wenn sich Traktoren oder Häcksler auf dem Feld nähern. Abschließend erklärt Detlef Kurreck: „Gegenseitige Rücksichtnahme und Vorsicht ist die Basis für eine unfallfreie Erntezeit“.


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