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Treffen der Imkervereinsvorsitzenden mit Landwirten in M-V

Am Sonnabendvormittag, den 11.03 trafen sich die Imkervereinsvorsitzenden des Landesverbandes der Imker M-V mit Landwirten aus dem Bauernverband in Neubrandenburg.

Für die Landwirtschaft sind Honigbienen effektive Bestäuber und steigern in vielen Kulturen die Erträge. Gleichzeitig bieten Raps, Senf, Obst und viele andere Pflanzen unserer Kulturlandschaft ein reichhaltiges Nahrungsangebot für Bienen.

Um die Nutzpflanzen bei Schädlingsbefall zu schützen und die Qualität der Ernteprodukte zu sichern, sind Behandlungen mit Pflanzenschutzmitteln notwendig. Diese eingesetzten Pflanzenschutzmittel (PSM) werden in Deutschland durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit im Einvernehmen mit dem Umweltbundesamt, dem Bundesamt für Risikobewertung und dem Julius-Kühn-Institut zugelassen. Bewertet werden dabei die Auswirkungen von PSM auf die Gesundheit des Menschen und auf das Risikopotential für die Umwelt (u.a. Gewässerschutz, Biodiversität und Bienentoxidität).

Der Pflanzenschutz, Bienenschutz und Produktschutz waren die Themen des Treffens der Imkervereinsvorsitzenden des Landesverbandes der Imker M-V mit Landwirten in Neubrandenburg am 11. März. Zu diesen Sachverhalten referierten Rudolf Gerber, Agrarberater und Imker sowie Margit Nagel vom Pflanzenschutzdienst Greifswald. Torsten Ellmann, Vorsitzender des Landesverbandes der Imker, moderierte die durchaus kritische, aber offene Diskussion der Anwesenden und warb für eine Verbesserung der Kommunikation.

Margit Nagel berichtete, dass im letzten Jahr 16 Anzeigen zu Bienenschäden beim Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei M-V eingingen. In keinem Fall wurden als Schadensursache Pflanzenschutzmittel bzw. deren Wirkstoffe nachgewiesen. Bei begründetem Verdacht auf Schäden durch Pflanzenschutzmittel können geeignete Bienen- und Pflanzenproben zur Untersuchung an die Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen des Instituts für Bienenschutz im Julius-Kühn-Institut gesendet werden (https://www.julius-kuehn.de/bienenschutz/).

Rudolf Gerber verdeutlichte in seinem Vortrag die Notwendigkeit von Insektizidspritzungen. Insbesondere im Raps ist eine solche Maßnahme aufgrund vieler Schadinsekten notwendig. Gleichzeitig appellierte Gerber an die Landwirte, bei allen landwirtschaftlichen Aktivitäten den Schutz der Bienen zu beachten. Mit der Zulassung von PSM erteilt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auch Auflagen bezüglich des Bienenschutzes. Die Mittel sind bezüglich der Bienengefährdung in vier Kategorien eingestuft (B1 bis B4), die zu beachten sind. Die Bienenschutzverordnung regelt im Detail die Anwendung bienengefährlicher PSM.

In seinem Vortrag charakterisiert Rudolf Gerber den Dialog zwischen Imkern und Landwirten als bisher eher kommunikationsarm und vorurteilsreich. Zukünftig schlägt der Referent eine engere Zusammenarbeit und deutlich mehr Absprachen vor. Die Imker müssen auf die Landwirte zugehen und sie über die Standorte der Bienenvölker informieren. Des Weiteren sollte der Imkerverein den Landwirten eine Karte mit den entsprechenden Flugradien der Bienen zur Verfügung stellen. Den Landwirten schlägt er vor, Bienenweiden anzulegen.

Abschließend nannte der Bauernverband den anwesenden Imkern die Ansprechpartner der Kreis- und Regionalverbände, denn das gemeinsame Ziel ist es, die Gespräche und den Dialog in den Regionen zu intensivieren.

Präsident Detlef Kurreck betonte, dass die Landwirte an einer guten Zusammenarbeit sowie am konstruktiven Meinungsaustausch mit den Imkern auf allen Ebenen interessiert sind.


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