html_5 ..:: Bauernverband Mecklenburg Vorpommern ::..: Bauernverband M-V wehrt sich gegen Verunglimpfung der Landwirte als Vogelvernichter und Tierquäler durch das Bundesumweltministerium
< EU-Beihilfe zur Reduktion der Milchproduktion nicht überzeichnet

Bauernverband M-V wehrt sich gegen Verunglimpfung der Landwirte als Vogelvernichter und Tierquäler durch das Bundesumweltministerium

Der Bauernverband M-V fordert ein sofortiges Ende der Kampagne des Bundesumweltministeriums, die den gesamten landwirtschaftlichen Berufstand öffentlich herabwürdigt und mahnt eine Rückkehr zu einer sachlichen faktenbasierten Diskussion an.

Was will Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks mit diesen leichtfertigen Schuldzuweisungen in der emotional geführten Debatte um die Zukunft der Ernährungssicherung erreichen? Der Bauernverband M-V ist zutiefst entsetzt über die Bundeskampagne, die mit Steuergeldern – auch unserer Landwirte – einen ganzen Berufsstand diskreditiert. Das ist nicht kreativ oder witzig, sondern dreist und polemisch. Damit wird staatliches Mobbing an Landwirten in ganz Deutschland betrieben. Diese Bauernregeln tragen nicht dazu bei, einen konstruktiven Dialog über artgerechte Tierhaltung, Pflanzenschutz und Agrarumweltmaßnahmen mit Bauern und Verbrauchern zu führen.

Dr. Heike Müller wendet sich als Vizepräsidentin des Bauernverbandes M-V und Landwirtin in einem Offenen Brief an Bundesumweltministerin Hendricks: „Was glauben Sie, Frau Hendricks, wie man sich fühlt, wenn man als Tierhalter 365 Tage im Jahr Verantwortung trägt, sich um jedes Einzeltier bemüht, dabei aber in Jahren wie dem vergangenen nichts verdient? Wenn man auch aus dem Ackerbau nur die Hälfte des normalen Umsatzes erlöst hat, weil die Natur nicht mitspielte und auch die Märkte uns nicht freundlich gesonnen waren? Wie man sich fühlt, wenn dann ein Bundesministerium die moderne Landwirtschaft in die Schmuddelecke stellt, unsere Produktionsmethoden in Bausch und Bogen verdammt? Wenn man nur als Subventionsempfänger dargestellt wird, aber niemals als Steuerzahler, der man in normalen Jahren durchaus ist? Wenn die Eingebundenheit in die Weltmärkte und die vergleichsweise hohen Standards, die wir im Tier- und Umweltschutz bereits erreicht haben, ausgeblendet werden?“


Frau Dr. Müller verweist darauf, dass es in Mecklenburg-Vorpommern deutschlandweit die meisten Natura-2000-Gebiete gibt, obwohl oder gerade weil Landwirte so wirtschaften wie sie wirtschaften. Es werde ausgeblendet, dass die Verbraucher täglich basisdemokratisch an der Ladentheke anders abstimmen als in Umfragen.

„Solche Kampagnen wie die „Neuen Bauernregeln“, die uns als Landwirte diskreditieren, die uns nur noch als Umweltfrevler oder Tierquäler darstellen, demotivieren uns, lassen aber gleichzeitig auch nach und nach die Wut auf unseren Höfen wachsen“, ergänzt die Bauernverbandsvize-Präsidentin. Damit trage Ministerin Hendricks zur selben Polarisierung innerhalb unserer Gesellschaft bei, die ihre Partei bei anderen Parteien und Gruppierungen zu Recht kritisiere.

Der Bauernverband M-V fordert ein Ende dieser niveaulosen polemischen Kampagne, die den gesamten landwirtschaftlichen Berufstand öffentlich herabwürdigt und mahnt eine Rückkehr zu einer sachlichen auf Fakten basierenden Diskussion an.

Offener Brief Dr. Heike Müller

Ansprechpartnerin:
Claudia Kerber
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Trockener Weg 1b 17034 Neubrandenburg
Telefon: 0395 430 9212
Mobil: 0151 573 62601


Der Bauernverband M-V bei Facebook

Bewerberpool
Agrarwirtschaft MV

Landwirte erreichen, zielsicher werben!