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EU-Beihilfe zur Reduktion der Milchproduktion nicht überzeichnet

Die EU hat mit ihrem Hilfspaket vom Juli 2016 EU-weit 150 Mio. EUR zur Verfügung gestellt, mit denen finanzielle Anreize zur Reduktion der Milchproduktion gewährleistet werden. In der ersten Antragsrunde wurden diese Mittel nicht komplett in Anspruch genommen, so dass eine weitere Antragsrunde nötig wird, für die EU-weit jedoch nur noch 1,6 Mio. EUR zur Verfügung stehen.

Die EU-Kommission hat am 26. September 2016 die Zahlen zum Umfang der Antragsstellung für die Beihilfe zur Produktionsreduktion im Milchsektor veröffentlicht. EU-weit haben 51.200 Landwirte in ihren Anträgen eine Produktionsreduktion in Höhe von 1,06 Mrd. Litern angegeben. Das liegt knapp unter den zur Verfügung stehenden 1,07 Mrd. Litern.

Aus Deutschland haben von derzeit ca. 70.000 Milchbauern 9.947 erfolgreich einen Antrag auf Beihilfe gestellt. Beantragt wurden von den deutschen Milcherzeugern insgesamt 40,0 Mio. EUR.

Es wird nun trotz des sehr geringen finanziellen Umfangs eine zweite Antragsrunde stattfinden. Diese wird EU-weit mit Sicherheit weit überzeichnet sein, da nur noch eine Produktionsreduktion im Umfang von 11,4 Mio. Litern finanziell mit Anreizen versehen werden kann. Das würde in Deutschland der Milchleistung von nur ca. 6.000 Kühen in einem Zeitraum von drei Monaten entsprechen. Aufwand und Ertrag der Antragsstellung sowie des betrieblichen Aufwands für die Produktionsreduktion sollten dementsprechend von den ggf. interessierten Landwirten geprüft werden. Die Antragsfrist für das Einreichen der Unterlagen bei den zuständigen Landesstellen in der zweiten Antragsrunde endet am 12. Oktober 2016 um 12:00 Uhr. Der Reduktionszeitraum beginnt für diese Runde im November 2016 und läuft bis einschließlich Januar 2017. Die Zahl der abgelehnten Anträge dürfte in Deutschland bei ca. 700 Antragsstellern liegen. In M-V wurden von den 166 gestellten Anträgen 8 abgelehnt.

Die an der ersten Antragsrunde teilnehmenden Landwirte müssen bis spätestens 14. Februar 2017 einen weiteren Antrag auf Auszahlung stellen. In diesem ist die Produktionsreduktion schriftlich nachzuweisen.

Die grundsätzliche Kritik an diesem Programm hat sich offenbar bestätigt. Die Mitnahmeeffekte in diesem Programm werden durch ohnehin aussteigende Milcherzeuger hoch sein. Dementsprechend wird die Marktwirkung gering sein. Die derzeit zu beobachtende deutliche preisliche Erholung an den Produktmärkten ist keineswegs auf dieses Programm zurückzuführen.

Die Antragsstellung in Deutschland verlief technisch bislang vergleichsweise reibungslos. Ferner informierten die zuständigen Landesstellen sowie die Bauernverbände In Deutschland zeitnah über aktuelle Entwicklungen zum Beihilfeverfahren. Dementsprechend werden aus Deutschland proportional mehr Mittel abgerufen, als es seinem Anteil an der EU-Milchproduktion entspricht. Ca. 27 % der finanziellen Mittel wurden aus Deutschland beantragt, während die deutsche Milchproduktion ca. 20 % der EU-Produktion entspricht.

Die meisten Teilnehmer des Milchreduzierungsprogramms im Rahmen des Hilfspakts II der EU verzeichnete in Deutschland das Bundesland Niedersachsen mit 67.000 Tonnen, gefolgt von rund 37.000 t in Bayern. Milchbauern aus Hessen (10.500 t) und dem Saarland (11.000 t) beantragten in Deutschland die geringsten Mengen. In M-V wurden von den 166 gestellten Anträgen 158 bewilligt, dies entspricht 24.700 Tonnen beantragte Milchmengenreduktion.

Ansprechpartnerin: 

Claudia Kerber

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. 

Trockener Weg 1b 17034 Neubrandenburg 

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